Concrete Rose

,,𝑅𝑜𝓈𝑒𝓃 𝒷𝓇𝒶𝓊𝒸𝒽𝑒𝓃 𝒫𝓁𝒶𝓉𝓏 𝓏𝓊𝓂 𝓌𝒶𝒸𝒽𝓈𝑒𝓃. [...] 𝒜𝒷𝑒𝓇 𝒾𝒸𝒽 𝓁𝒶𝓈𝓈𝑒 𝓂𝒾𝒸𝒽 𝑔𝑒𝓇𝓃𝑒 𝒹𝒶𝓇𝒶𝓃 𝑒𝓇𝒾𝓃𝓃𝑒𝓇𝓃, 𝒹𝒶𝓈 𝒮𝒸𝒽ö𝓃𝒽𝑒𝒾𝓉 𝒶𝓊𝓈 𝒻𝒶𝓈𝓉 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉𝓈 𝑒𝓃𝓉𝓈𝓉𝑒𝒽𝑒𝓃 𝓀𝒶𝓃𝓃.''- 𝑀𝓇. 𝒲𝓎𝒶𝓉𝓉



Rezension – spoilerfrei 

 

,,Concrete Rose‘‘ von Angie Thomas, die Vorgeschichte zum internationalen Beststeller ,,The Hate U Give‘‘ auf 416 Seiten (20€)  4/5 ⭐️

 

Für eine europäisch weiße Frau wie mich, die ohne alltäglichen strukturellen Rassismus aufwachsen durfte, ist es zunächst schwer eine Vorstellung davon zu haben, wie das Leben in Amerika für die Menschen der black-community sein mag. Umso größer ist daher mein persönliches Interesse an der Thematik. 

 

Dieses Buch zeichnet sich durch Authentizität, Charakterentwicklung und Ehrlichkeit aus. Zu Beginn habe ich eine kleine Eingewöhnungsphase für den Schreibstil gebraucht, da auch in der deutschen Übersetzung viele englische Begriffe und umgangssprachliche Redewendungen aus dem Original übernommen wurden. Für mich war es anfangs ungewohnt, aber nicht im negativen Kontext. Es hat vielmehr dazu beigetragen, das Feeling und den Kontext des Buches widerzuspiegeln. Danach las es sich angenehm flüssig.

 

Maverick tritt als Hauptcharakter und Erzähler der Geschichte auf. Er ist 17 Jahre jung und wird direkt am Anfang mit den Konsequenzen seiner Taten konfrontiert, wobei er lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Aus einem Teenager wird somit quasi über Nacht ein Erwachsener. Als Leser begleiteten wir Ihn auf seinem Weg und erleben den Zwiespalt, die inneren Konflikte und seine Gedankengänge hautnah mit. Die jüngsten Ereignisse machen es Maverick aber nicht immer leicht, den Blick für Gerechtigkeit und Vernunft zu behalten. Mr. Wayett war dabei für mich eine besonders wichtige Figur, da er immer mehr zu einem sicheren Hafen und Vorbild wurde. 

 

Themen wie Loyalität, Gewissen, Toleranz und Menschlichkeit sind wichtige Bestandteile des Buches und ich wurde mehr als einmal zum Nachdenken angeregt. Die Spannung spitzt sich im Laufe des Buches zu und arbeitet auf einen Höhepunkt hin. Dabei hat mir sehr gut gefallen, das alles in einem realistischen Rahmen gehalten und nicht unnötig überspitzt dargestellt wurde. Gerade dieser Aspekt hat das Buch für mich so nahbar und konstant interessant gemacht. 

 

Am Anfang ist Maverick unvollständig. Er kennt seinen Platz in der Welt noch nicht und steht vor der Frage, wer er sein möchte. Die zwei Puzzel im Bild sollen die zwei Komponenten in seinem Leben darstellen, die ihn vervollständigen werden und ihm zu dem Mann werden lassen, der er am Ende geworden ist.  

 

,,Concrete Rose’‘ ist ein äußerst gelungenes Jugendbuch, dass ein wichtiger Bestandteil der heutigen und den kommenden Generationen sein sollte. An dieser Stelle nochmal vielen Dank ans Bloggerportal und cbj für die Bereitstellung meines ersten Rezensionsexemplares, was immer etwas besonders für mich sein wird. 



Klappentext:


Der 17-jährige Maverick weiß aus bitterer Erfahrung: Man ist verantwortlich für die eigene Familie. Als Sohn eines Vaters, der im Knast sitzt, dealt er für die King Lords, damit er und seine Mutter über die Runden kommen. Das Leben ist zwar nicht perfekt, aber seine Freundin und sein Cousin Dre machen es erträglich. Doch als Mav erfährt, dass er Vater geworden ist, steht seine Welt Kopf. Sein Sohn Seven ist vollständig auf ihn angewiesen. Schnell begreift Mav, dass er nicht alles unter einen Hut bekommt: den Schulabschluss zu machen, sich um Seven zu kümmern und zu dealen. Der Ausweg: auszusteigen aus dem Gangleben. Doch die King Lords lassen keinen der ihren einfach so ziehen. Und als ein wichtiger Mensch in Mavericks Leben ermordet wird, steht er vor einer Zerreißprobe zwischen Verantwortung, Loyalität und Rache ...




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