Fly & Forget
,,𝐸𝓈 𝒾𝓈𝓉 𝑒𝒾𝓃 𝒫𝓇𝒾𝓋𝒾𝓁𝑒𝑔 𝒿𝓊𝓃𝑔 𝓏𝓊 𝓈𝑒𝒾𝓃 𝓊𝓃𝒹 𝓈𝑒𝒾𝓃 𝐻𝑒𝓇𝓏 𝑔𝑒𝒷𝓇𝑜𝒸𝒽𝑒𝓃 𝓏𝓊 𝒷𝑒𝓀𝑜𝓂𝓂𝑒𝓃, 𝒽𝒾𝓃𝓏𝓊𝒻𝒶𝓁𝓁𝑒𝓃 𝓊𝓃𝒹 𝓌𝒾𝑒𝒹𝑒𝓇𝒶𝓊𝒻𝓏𝓊𝓈𝓉𝑒𝒽𝑒𝓃. 𝒟𝒶𝓈 𝐸𝒾𝓃𝓏𝒾𝑔𝑒 𝓌𝒶𝓈 𝒾𝒸𝒽 𝒷𝑒𝓇𝑒𝓊𝑒, 𝒾𝓈𝓉, 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝒻𝓇ü𝒽𝑒𝓇 𝒹𝒾𝑒 𝒲𝒶𝒽𝓇𝒽𝑒𝒾𝓉 𝑔𝑒𝓈𝒶𝑔𝓉 𝓏𝓊 𝒽𝒶𝒷𝑒𝓃.'' – Liv
Rezension – spoilerfrei
,,Fly & Forget‘‘ von Nena Tramountani, Band 1 der Soho-Love-Reihe auf 448 Seiten, (12€) 4/5 ⭐️
Die Lovestory von Noah & Liv hat mich auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Zwei Lesetage und zwei Meinungen, die so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind. Die erste Hälfte des Buchs ließ mich enttäuscht und ein wenig wütend zurück. Wohingegen die zweite Hälfte mich zum Glück vom Gegenteil überzeugen konnte. Am Ende war ich emotional komplett in der Story vertieft und völlig begeistert.
Ein großes Lob möchte ich der Autorin für ihren Schreibstil aussprechen. Selten konnten mich Worte in diesem Maße fesseln und mitreißen. Dadurch ließ sich die erste Hälfe gut überstehen und die zweite dann viel zu schnell lesen. Auch der Wechsel der Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Zum einen konnte ich die Gefühlswelt der Protagonisten dadurch leichter nachvollziehen und zum anderen hat es verdeutlicht, dass eine Geschichte immer zwei Seiten hat und man niemals nur eine betrachte sollte. Es wurden auch Rückblicke in die Vergangenheit eingebaut, wodurch die Spannung im Buch aufrecht gehalten wurde. Besonders da ich den Plottwist am Ende nicht erwarte hatte und ich vielmehr mit etwas klischeehaften gerechnet hätte.
London als Setting war schön beschrieben und sehr stimmig zur Story und den Figuren. Alle Harry Potter Fans bekommen hier ein paar Fanmomente geschenkt. Die Protagonisten waren sehr tiefgründig und emotional. Das Studentenleben mit samt WG-Dynamik, Alkohol und Partys wurde mal nicht beschönigt, sondern authentisch dargestellt. Junge Menschen schlagen nun mal gerne über die Strenge und verhalten sich nicht immer vorbildlich. Sie probieren sich aus und sind sprunghaft.
Mit Noah musste ich erst warm werden aber desto mehr ich ihn kennenlernte, desto mehr konnte er sich in mein Herz stehlen. Wegen ihm musste ich sogar ein paar Tränen vergießen. Seine Entwicklung hat mir am besten gefallen! Liv’s manipulativer Plan am Anfang hat mich wiederum nur den Kopf schütteln lassen. Sie war mir als Protagonistin mit ihrer Art und Weise nur gering sympathisch. Erst in der zweiten Hälfte konnte ich meinen Groll gegen sie begraben und anfangen sie wirklich zu mögen. Ihre Worte am Ende hingegen waren einfach wundervoll!
Matilda und Briony konnte ich sofort in mein Herz schließen. Zwei verrückte WG-Mitbewohnerinnen die viel Abwechslung und frischen Wind in die Story gebracht haben. Zwei völlig verschiedene Charaktere, die sich aber perfekt ergänzen. Die Vorfreude auf Band 2 und 3 der Trilogie ist deshalb schon riesig!
Mein großer Kritikpunkt ist die Ausgangssituation, die am Ende natürlich für Komplikationen sorgt. Ich halte nichts von manipulativen Entscheidungen, bei denen bewusst mit den Gefühlen anderer gespielt wird, ganz besonders nicht von Freunden. Das hat mir leider zu Beginn sehr viel Lesefreude genommen. Zum Glück hat die Autorin es geschafft, einen angenehmen Richtungswechsel einzubauen, der die Story vor einer Katastrophe bewahrt hat.
,,Fly & Forget‘‘ ist eine Geschichte die verdeutlicht, dass Liebe das größte Glück aber auch der schlimmste Schmerz sein kann. Sie zeigt, wie sehr einem die Schuldgefühle der Vergangenheit, die Freude am Leben nehmen kann. Oft ist es unsere Vergangenheit sie uns gegenwärtig stark beeinflusst, vielleicht sogar verändertet, aber sie bestimmt nicht wer wir wirklich sind. Eindeutige Leseempfehlung für dieses Buch.
Klappentext:
Journalismus-Studentin Liv steht vor den Scherben ihrer Beziehung und kann dem Schicksal nicht genug danken, als sie im teuren London überraschend eine WG findet. Doch dann begegnet sie dem einzigen männlichen Mitbewohner und ihr Herz setzt einen Schlag aus: Noah ist kein Fremder, sondern ihr ehemaliger bester Freund. Der sie im Stich ließ, als sie ihn am dringendsten brauchte. Und den sie nach drei Jahren Funkstille kaum wiedererkennt. Aus ihrem Seelenverwandten ist ein unverschämt attraktiver Aufreißer geworden. Als Liv die Chance bekommt, sich für all den Schmerz an Noah zu rächen, zögert sie nicht: Sie schreibt einen Artikel für die Collegezeitung, wie man einen Herzensbrecher bekehrt – und Noah ist ihr Testobjekt. Allerdings hat sie diese Rechnung ohne ihre sorgfältig verdrängten Gefühle gemacht …

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